

Ein hoch gestelltes Zweinutzungshuhn mit voller, fleischiger Brust, geräumiger Hinterpartie und breitem Rücken. Auffällig ist der Kopf mit Hörnerkamm, weißen Ohrscheiben und kleinem Federschopf. Nur der ursprüngliche schwarze Farbenschlag steht auf der Roten Liste, im Bild sind außerdem Hennen im Farbenschlag blau-gesäumt zu sehen.
In ganz Europa verbreitet. Sie wurden in Deutschland zunächst im Schwarzwald, Thüringer Wald und Sachsen gezüchtet, inzwischen gibt es sie aber in ganz Deutschland.
Herkunft:
Schon im 17. Jahrhundert wurden in der Gegend um das Städtchen La Flèche in Frankreich systematisch Hühner mit besonders guter Fleischqualität gezüchtet. La Flèche gehen auf Landhühner ähnlich der Le Mans zurück und haben gemeinsame Vorfahren mit den Crèvecœur. Es wird außerdem vermutet, dass auch Dorking und Nordfranzösische Kämpfer eingekreut wurden. Um 1890 kamen die La Flèche dann nach Deutschland, wo sich, im Vergleich zum Heimatland, die Zucht weniger auf die Fleischleistung als auf die Eleganz konzentrierte.
Eigenschaften und Leistung:
Das La Flèche ist ein großes, frühreifes Huhn. Hennen legen bis zu 180 große Eier im Jahr. Diese haben eine weiße Schale mit rosigem Hauch und ein Gewicht von 60 g. Hennen wiegen 2,5 – 3 kg, Hähne 3 – 3,5 kg. Die Fleischqualität ist ausgezeichnet.
Besonderheiten:
Die La Flèche werden wegen der kleinen Hörner und des lebhaften Temperaments auch als Teufelshuhn bezeichnet.
Bestand:

Im Jahr 2023 gab es 63 Hähne und 233 Hennen in 37 Zuchtbeständen.
Weiterführende Informationen:
Sonderverein der Haubenhühner und seltener Hühnerrassen
Dorking (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)