
Foto: Milerski
Kennzeichen:
Das Italiener Huhn hat einen walzenförmigen, langgestreckten, kräftigen aber eleganten Körper. Die Augen sind bei allen Farbschlägen rot wie auch die Kehllappen und das ungefiederte Gesicht. Die Ohrscheiben sind weiß, der Schnabel soll gelbfarben sein, wobei die dunklen Farbschläge auch hornfarbene Schnäbel aufweisen können. Der Kamm der Italiener Hühner ist in den zwei Varianten als Stehkamm mit maximal fünf Zacken und als geperlter Rosenkamm anerkannt. Das Gefieder liegt fest am Körper an. Hahn und Henne unterscheiden sich nicht wesentlich im äußeren Erscheinungsbild. Italiener sind wegen ihrer hohen Leistung und als fleißige Futtersucher beliebt.
Heute werden die zahlreichen Farbenschläge auf der Roten Liste in vier verschiedene Gruppen zusammengefasst:
- Italiener Einfarbig basiert: schwarz, weiß (jeweils Einfachkamm)
- Italiener Gestreift (Einfachkamm) und Zwerg-Italiener Gestreift (Einfachkamm)
- Italiener Schwarz-Weißgescheckt (Einfachkamm) und Zwerg-Italiener Schwarz-Weißgescheckt (Einfachkamm)
- Italiener Wildfarbig basiert: rebhuhnhalsig, goldfarbig, silberfarbig (jeweils Einfachkamm) sowie Zwerg-Italiener silberfarbig (Einfachkamm)
Außerdem Italiener Sekundäre Farbenschläge (ebenfalls in der Bestandsbeobachtung, als sekundäre Farbenschläge jedoch nicht extra aufgeführt):
- Blau, Gelb, Gold-Blaugesäumt, Gold-Weißgesäumt, Goldbraun-Porzellanfarbig, Kennfarbig, Orangefarbig, Rotgesattelt (jeweils Einfachkamm)
- Blau-Goldfarbig, Blau-Rebhuhnhalsig, Gelb, Gestreift, Goldfarbig, Rebhuhnhalsig, Schwarz, Silberfarbig, Weiß (jeweils Rosenkamm)
Herkunft:
Italiner Hühner kommen ursprünglich aus Norditalien. Sie wurden im 19. Jahrhundert aus verschiedenen Landhuhnschlägen gezüchtet. Ziel der Zucht war ein frohwüchsiges, frühreifes Huhn zu bekommen, welches eine konstante Legeleistung bringt. 1870 gelangten Italiener Hühner über die Schweiz nach Deutschland, wenig Jahre später auch über den Seeweg aus den USA über England. Von den Wildfarbig basierten Farbenschlägen werden die durch Minorka beeinflussten Einfarbig basierten Farbenschläge sowie unter Einfluss von gestreiften Plymouth Rocks entwickelten Italiener Gestreift heute getrennt erfasst.
Italiener Schwarz-Weißgescheckt stammen ebenfalls von norditalienischen Landhühnern ab und wurden bereits 1851 vom Hafen von Ancona aus nach England verschifft, von wo aus sie 40 Jahre später Deutschland erreichten. Daher werden sie in anderen Ländern als die eigenständige Rasse Ancona geführt, in Deutschland wurden sie den Italienern zugeordnet.
Eigenschaften/Leistung:
Hennen legen 130 - 190 große, weißschalige Eier pro Jahr, legen auch im Winter gut und brüten in der Regel nicht. Hähne werden 2,25 - 3 kg, Hennen 1,75 - 2,25 kg schwer. Italiener sind eine aufrechte und stolze Hühnerrasse. Sie haben ein lebhaftes Temperament und sind dennoch zutraulich.
Besonderheiten:
Italiner bringen über mehrere Jahre eine gute Legeleistung und fliegen gern.
Bestand:


Weiterführende Informationen:
Italiener (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)