Foto: Mendel  

 

Kennzeichen:

Das mittelgroße, schwarze Landschaf mit dem langen, breiten Rücken hat einen schmalen, ramsnasigen, hornlosen Kopf mit breiten Hängeohren und kräftigem Fundament. Der Rücken ist lang und breit. Die Beine sind kräftig mit straffer Fessel und harter Klaue. Die lange, schwarze Schlichtwolle glänzt seidig.

 

Verbreitung:

Die Rasse ist in den Alpen, im Alpenvorland, in Oberbayern und vereinzelt in ganz Deutschland verbreitet.

 

Herkunft:

Das Schwarze Bergschaf ging aus der Einkreuzung des Steinschafes in das Bergamaskerschaf im beginnenden 20. Jahrhundert hervor. Früher gab es viel mehr farbige als weiße Steinschafe. In den weißen Herden befanden sich immer auch schwarze Tiere. Durch Fremdeinkreuzung leistungsstarker Rassen dezimierten sich die farbigen Tiere in Tirol und Südtirol mehr und mehr. Schließlich hielt man nur noch vereinzelt schwarze Schafe zur Wollbeimischung. Die verbliebenen Braunen kreuzte man mit Weißen und Schwarzen Bergschafen. Wegen ihrer hohen Fruchtbarkeit wird die Rasse gerne in andere Fleischrassen eingekreuzt. Die Deutschen Bergschafe wurden erst 2003 ins Herdbuch aufgenommen. In den letzten Jahren erfassten oberbayerische Züchter etliche Einzeltiere.

 

Eigenschaften und Leistung:

Die widerstandsfähigen, fruchtbaren Tiere sind sehr gut ans Hochgebirgsklima angepasst. Ihre asaisonale Brunst ermöglicht bis zu drei Lammungen in zwei Jahren. Sie eignen sich sehr gut für die Landschaftspflege und liefern ein qualitativ hochwertiges Fleisch.

 

Bestand:

 2016 wurden 158 weibliche Schafe und 12 Böcke gemeldet.

 

Gefährdungsgrad: Kategorie I, extrem gefährdet laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

 

 

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