Rhönschaf

(Foto: Sambraus)

 

Kennzeichen:

Mittelgroßes bis großes Landschaf mit weißer Wolle. Beine weiß behaart. Kopf unbewollt schwarz mit oder ohne weiße Abzeichen und leichter Ramsnase. Schwarz des Kopfes kann auf Halswolle übergehen („Kragen"). Hornlos. Muttern 60 - 80 kg. Altböcke 80 - 100 kg.

Verbreitung:

Mittelgebirgslagen der hessischen, bayrischen und thüringer Rhön.

Herkunft:

Bereits 1848 erstmals erwähnt. Wurde im traditionellen Typ und weitestgehend ohne Einkreuzung englischer Fleischschafe sowie spanischer Merinos gezüchtet.

Eigenschaften/Leistung:

Eignung zur Pflege magerer Standorte und Streuobstwiesen sowie extensiver Koppelhaltung. Widerstandsfähig gegen feucht-kalte Witterung. Große Fruchtbarkeit.

Besonderheiten:

Als „Mouton de la reine" (Fleisch der Königin) schon Anfang des Jahrhunderts in Paris geschätzt. Hat als einzige gefährdete Rasse im Ursprungsgebiet in Ost- und Westdeutschland allen „Zeichen der Zeit" zum Trotz überlebt. Rasse des Jahres 1991.

Bestand:

 Rhönschaf Bestand 2013

Mitte des 19. Jahrhunderts noch mehrere hunderttausend Tiere. Heute gibt es insgesamt wieder rund 6000 Tiere.

Herdbuch:


250 Böcke und 4929 Mutterschafe (2013).

Gefährdungsgrad:

Kategorie "Vorwarnstufe" in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

Gefährdungskennzahl:

3300 GKZ ¹

 

Kontakt

 

 

Weiterführende Informationen:

¹ GEH-Gefährdungskennzahl GKZ, Ein verbessertes Einstufungsverfahren für den Grad der Gefährdung

Rhönschaf  (aus: Online-Broschüre Schwerpunkt Schafe, Ziegen, Gebrauchshunde, GEH, 2008)

Rhönschaf  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)