(Foto: GEH)

Kennzeichen:

Es handelt sich um ein großwüchsiges Schwein mit langem Körper und weißen Borsten auf weißer Haut. Das Tier besitzt einen langen Kopf mit eingedellter Nasenlinie.

Der Eber besitzt eine Schulterhöhe von 86 cm und ein Gewicht von 312 kg, die Sau ist 80 cm hoch und hat ein Gewicht von 273 kg.

Verbreitung:

In ganz Deutschland verbreitet.

Herkunft:

Ende des 19. Jahrhunderts wurden viele Landschläge verkreuzt und mit der britischen Rasse Large White veredelt. Ab den 50er-Jahren wurde dem Mark angepasst statt auf ein Fettschwein auf ein langes Fleischschwein gezüchtet. Infolge dieser Typänderung wurde dann 1968 die vorher "Veredeltes Deutsches Landschwein" genannte Rasse in "Deutsche Landrasse" umbenannt. Dabei handelte es sich allerdings bei 60-90% um stressanfällige Tiere, für die es auch die Bezeichnung "Deutsche Landrasse Original" gibt. Erst ab 1986 wurde auf reinerbig stressstabile Tiere selektiert.

Eigenschaften/Leistung:

Fruchtbar, widerstandsfähig, mit einer hohen Aufzuchtleistung und sehr guten Mastleistungen. Dabei besitzen die Tiere eine sehr gute Fleischbeschaffenheit mit gutem Muskelfleischanteil. Die Deutsche Landrasse war eine sehr wichtige Mutterrasse bei verschiedenen Kreuzungszuchtprogrammen.

Besonderheiten:

Die nicht stressstabile Linie der Deutschen Landrasse ist in Deutschland kaum noch vertreten.

Bestand:

Deutsche Landrasse Bestand 2013

2013 waren 10.075 Sauen und 249 Eber eingetragen.

Herdbuch:

Schweinezuchtverband

Gefährdungsgrad:

"Vorwarnstufe" laut Rote Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und bedrohter Haustierrassen.

 

Kontakt

 


Weiterführende Informationen:


Deutsche Landrasse  (aus: Online Broschüre, GEH, 1997)   

Deutsche Landrasse  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)