(Fotos: Beate Milerski, Nathalie Ketterle und Antje Feldmann)

 

Kennzeichen:

Die Emdener Gans ist reinweiß. Sie besitzt ein volles und breit ausgebildetes Hinterteil mit doppelt herunterhängender Bauchwamme. Der Kopf ist schlank mit einer etwas abgeflachten Stirn und breiten, nicht zu vollen Backen. Es handelt sich um die schwerste deutsche Gans. Der Ganter erreicht mit seinem langen Hals eine Höhe von einem Meter. Das Gewicht der Ganter beträgt 11 bis 12 kg, das der Gänse 10 bis 11 kg.

Verbreitung:

Deutschland, England, USA.

Herkunft:

Die Emdener Gans stammt von der Graugans ab und ist die älteste und bekannteste unserer Gänserassen. Die Zucht geht nachweisbar bis ins 13. Jahrhundert zurück. Hervorgegangen ist die Rasse aus einer in der Gegend von Emden und Bremen gehaltenen großen Landgans, die wegen ihres langen, gebogenen Halses auch als Schwanengans bezeichnet wurde.

Eigenschaften und Leistung:

Mast- und Legerasse mit einer Mastleistung von bis zu 12 kg Lebendgewicht. Eine der besten Mastgänse mit vortrefflichem Fleisch. Die Legeleistung beträgt 50 bis 60 Eier pro Gans und Jahr mit einem Eigewicht von 170 g.

Besonderheiten:

Ist in vielen Hybridherkünften, die heute verwendet werden, genetisch verankert.

Bestand:

 Emdener Gans Bestand 2013

Die aktuelle Bestandsabfrage ergab zur Zuchtsaison 2013 bundesweit einen Bestand von 91 männlichen und 159 weiblichen Tieren. Es besteht akuter Handlungsbedarf zur Sicherung dieser Rasse.

Gefährdungsgrad:

Kategorie II (stark gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

 

Kontakt

 

Weiterführende Informationen:


Emdener Gans  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)