(Foto: Antje Feldman)

Kennzeichen:

Die Deutsche Legegans zeichnet sich durch einen breiten, tiefen, kräftigen, allseits gut abgerundeten Rumpf aus. Die Brust ist etwas vorgebaut und der Bauch ist rundlich mit einer kleinen Doppelwamme. Sie besitzt einen kräftigen Kopf und einen mittellangen, kräftigen Hals. Die Farbe der Deutschen Legegans ist weiß.

Das Gewicht des Ganters beträgt 6,5 kg, die Deutsche Legegans wird 5,5 kg schwer. Die derzeitige Legeleistung liegt mit 40 Eiern im mittleren Rahmen und sollte bei der Zuchtarbeit wieder stärker berücksichtigt werden.

Verbreitung:

Deutschland, vor allem Sachsen.

Herkunft:

Die Ausgangstiere waren weißfiedrige Gänseschläge aus der Graugansabstammung. Seit 1941 erfolgte die Herdbuchzucht in der damaligen DDR mit dem Ziel, eine besonders gute Legeleistung und einen überdurchschnittlichen Federertrag zu erreichen. Erst spät interessierten sich auch Rassegeflügelzüchter für diese Gänserasse und züchteten auf besondere Formmerkmale hin. 1958 erschien die erste Musterbeschreibung.

Eigenschaften und Leistung:

Legerasse mit einer Leistung von bis zu 40 Eiern pro Gans und Jahr, mit einem Eigewicht von 170 g; kein Bruttrieb. Gute Mastleistung, frohwüchsig und futterdankbar. Die Federleistung pro Tier beträgt 200 g.

Besonderheiten:

F. Juhre schrieb 1975 in der damaligen DDR folgendes über die Legegans: "Warum Legegans? Da uns im Hinblick auf die bessere Versorgung unserer werktätigen Menschen mit Gänsefleisch, Gänsefett und Bettfedern besonders gelegen ist, lag nichts näher, als eine Legegans herauszuzüchten, die ihren Namen - im Gegensatz zu den vielfach so gepriesenen Viellegern unkontrollierbarer Herkunft- wirklich verdient."

Bestand:

 Deutsche Legegänse Bestand 2013

Die Bestandsabfrage zur Zuchtsaison 2011 ergab einen bundesweiten Bestand von 60 männlichen und 160 weiblichen Tieren. Rund 37 % des Gesamtbestandes befanden sich im Bundesland Sachsen.

Es scheinen sich 2 Zuchtrichtungen (Wirtschaftszucht und Ausstellungszucht) zu etablieren. Genauere Entwicklungen müssen hier abgewartet werden.

Gefährdungsgrad:

Kategorie I (extrem gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

 

Kontakt


Weiterführende Informationen:


Die Deutsche Legegans  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)