Arenberg-Nordkirchner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Foto: Vogt)

 

Kennzeichen:

Gut liniertes Reitpferd mit Widerristhöhe von 132 - 140 cm. Vorzugsweise Braune und Dunkelbraune. Trockener, ausdrucksvoller Kopf, schräge Schulter mit teilweise wenig ausgeprägtem Widerrist, korrektes, klares Fundament.

Verbreitung:

Westfälisches Münsterland, Nordkirchen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Herkunft:

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts kamen - in erster Linie aus Großbritannien - vermehrt Ponys und Kleinpferde, zuerst als Kuriositäten und später als Kinderreitpferde nach Deutschland. Einzelne Privatzüchter sammelten geeignet erscheinende Pferde und begannen mit einer noch unorganisierten Zucht. Von diesen Anfängen der Kleinpferdezucht haben sich bis heute Nachkommen des Arenberg-Nordkirchner-Ponys erhalten. Der Herzog von Arenberg gründete im Rahmen einer Wildbahnzucht eine Kleinpferderasse auf Basis des Dülmener Pferdes. Diese Zucht wurde komplett nach Nordkirchen verkauft.

Eigenschaften/Leistung:

Bei angenehmem Temperament und Robustheit verweisen flotte und schwungvolle Gänge auf die Nutzung zu Reit- und Fahrzwecken. Der Reit- und Fahrsport sowie der Freizeitbereich sind die Hauptnutzungsmöglichkeiten.

Besonderheiten:

Die Rasse galt ab dem Jahr 1985 als ausgestorben. 1995 wurden jedoch Hinweise auf einzelne Restbestände bekannt.

Bestand:

Der Bestand an Nachkommen des Arenberg-Nordkirchners ist seit dem Jahre 1999 konstant bei etwa 20 Pferden geblieben.

 

Herdbuch:

22 Tiere (Stand 2007)

Gefährdungsgrad:

Kategorie I (extrem gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

Gefährdungskennzahl:

22 GKZ ¹

 

Kontakt

 


Weiterführende Informationen:

¹ GEH-Gefährdungskennzahl GKZ, Ein verbessertes Einstufungsverfahren für den Grad der Gefährdung

Arenberg-Neukirchner  (aus: Online Broschüre Pferde und Esel, GEH, 1995)  

Arenberg-Neukirchner (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)