Fotos: Dr. Franz Maus und Diethild Wanke

 

Kennzeichen:

Hellgelb bis dunkelrot-braunes Haarkleid auf weißem Grund, gedeckt, gefleckt, gescheckt oder gesprenkelt; Kopf meist weiß, teils gefleckt.

Widerrist der Kühe 115-125 cm bei einem Gewicht von 380-480 kg.

Verbreitung:

Südlicher Hochschwarzwald (Feldberg, Belchen, großes und kleines Wiesental). In der Zwischenzeit deutschlandweit verbreitet als Extensivrasse, betreut in den Länder-Fleischrinderzuchtverbänden. 

Herkunft:

Alter Landschlag, der sich aus dem Keltenrind entwickelt haben soll. In den Höhenlagen des Südschwarzwaldes mit seinen extrem steilen Lagen entwickelte es sich zu einer betont eigenständigen Rasse.

Eigenschaften und Leistung:

Robust, genügsam, hohe Fruchtbarkeit, langlebig, sehr weidetüchtig, harte Konstitution, sehr gutes Fundament. Die Milchleistung der etwa 600 kontrollierten Bestandskühe liegt bei 3.400 kg Milch, 3,99 % Fett- und 3,40 % Eiweißgehalt. Tägliche Zunahme der Auktionsbullen ca. 900 g; gute Fleischfülle und feine Fleischfaserung; bestens zur Mutter- und Ammenkuhhaltung geeignet; Entwicklung eines eigenen Qualitätsfleischprogramms läuft; sehr gute Direktabsatzchancen.

Besonderheiten:

Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 1992, kleinste mitteleuropäische Rinderrasse.

Bestand:

Aktuell gibt es 1.694 Mutterkühe und 527 Milchkühe. (Stand: 2012) Ca. 15 % der Kühe werden künstlich besamt.

 

 

Herdbuch: 

2.221 Kühe insgesamt (Stand: 2012)

Gefährdungsgrad:

Kategorie II (stark gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

Gefährdungskennzahl:

780 GKZ ¹

 

Kontakt


Weiterführende Informationen:

¹GEH-Gefährdungskennzahl GKZ, Ein verbessertes Einstufungsverfahren für den Grad der Gefährdung

Das Hinterwälder Rind  (aus: Online Broschüre Rind, GEH, 1994)  

Hinterwälder Rind  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)

Hinterwälder Fleischnutzung  (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland)