Der GEH-Vorstand

 

1. Vorsitzender:

Karl-Heinrich Göpel
Am Fockenberg 1
37293 Herleshausen
Email: goepel(at)goepelgenetik.de

 

Liebe GEH-Mitglieder! Auch auf diesem Weg möchte ich mich herzlich zu meiner Wahl zum Vorsitzenden der GEH bedanken. Mein Name ist Karl-Heinrich (Henner) Göpel und ich wurde 1956 als ältester Sohn einer Landwirtsfamilie in Osthessen geboren. Bereits als Kind habe ich mich sehr für Tierzucht und Vererbungslehre interessiert. Als Jugendlicher habe ich mir mit Kaninchen- und Geflügelzucht mein Taschengeld verdient. Nach dem sehr frühen Tod meines Vaters wurde ich bereits mit 18 Jahren Betriebsleiter unseres kleinen landwirtschaftlichen Gemischtbetriebes. 1978 baute ich einen Boxenlaufstall für damals 40 Kühe und Nachzucht und absolvierte die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister. Kurz danach lernte ich meine Frau kennen und wir stellten 1982 den Betrieb auf ökologische Wirtschaftsweise um. Wir haben drei erwachsene Kinder und drei Enkel. Mit dem Boxenlaufstall stellte sich die Notwendigkeit der Enthornung der Kälber. Einer sehr schmerzhafte Prozedur für die Tiere und mir deswegen eine sehr unangenehme Arbeit, für welche ich sehr bald nach züchterischen Alternativen suchte. Ich kaufte den gesamten in Deutschland verfügbaren Spermabestand eines hornlosen amerikanischen Holsteinbullen und begann damit den Aufbau der ersten hornlosen Holsteinherde in Deutschland. Die Zucht der kleinen hornlosen Population wurde auch in den USA nur von sehr wenigen Züchtern geleistet. Für mich ein Musterbeispiel für die Erhaltungszucht, wie sie auch von Mitgliedern der GEH geleistet wird. Dies war auch ein wesentlicher Grund dafür, dass ich 1989 Mitglied der GEH wurde. In der Zeit von 1982-2001 züchteten wir neben den hornlosen Holsteins auch Hessische Kaltblutpferde, Durocschweine, Braune Deutsche Edelziegen, Merinolandschafe, Cröllwitzer Puten, Gänse, Pfauen und hielten auch mehrere hundert Legehennen in Freilandhaltung. Im Jahr 2002 erfolgte eine große Umorganisation und Umbau des Betriebes mit der Gründung einer Rinderbesamungsstation mit EU-Zulassung. Natürlich standen und stehen auch hier genetisch hornlose Rinder und deren Verbreitung im Vordergrund. Aber auch das Erhalten und Anbieten sehr vieler verschiedener Rassen ist ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit. Inzwischen wurden über 500 Bullen aus mehr als 40 Rassen auf unserer familiengeführten Station abgesamt. Da mein Sohn inzwischen viele Aufgaben in der Stationsleitung übernimmt, freue ich mich auf die Tätigkeit als Vorsitzender im Team des Vorstandes der GEH. Mit herzlichen Grüßen aus Herleshausen

 
 

Stellvertretender Vorsitzender:

Armin Friedrich
Marktstr. 34
87497 Wertach
Email: friedrich(at)g-e-h.de

 

Ich betreibe zusammen mit meiner Frau einen kleinen Arche-Hof in Wertach, im Allgäu. Im Herdbuch züchten wir Alpine Steinschafe, Walachenschafe und Bunte Bentheimer Schweine. Außerdem halten wir wechselnd andere alte Schweinrassen, um deren kulinarische Eignung auszuloten. Gerade die Vermarktung der alten Rassen ist mir ein besonderes Anliegen.
In der GEH betätige ich mich in mehreren Arbeitskreisen, als Koordinator für Schweinerassen und stellvertretender Vorstand.

 

 

Stellvertretende Vorsitzende:

Karola Stier
Hinter dem Deich 3A
37213 Witzenhausen
Email: Karola.Stier(at)gmx.de

  Seit 1991 bin ich Mitglied der GEH und engagiere mich als Ziegenkoordinatorin, seit 2001 auch als stellvertretende Vorsitzende. Weiterhin arbeite ich im Team der Arche-Koordinatoren und in einigen GEH-Arbeitskreisen mit.
Aufgewachsen in einer nordhessischen Bauernfamilie habe ich mein Interesse an der Tierzucht schon als Kind von meinem Opa „geerbt“ und bin über den Umweg einer Ausbildung zur Industriekauffrau schnell wieder bei der Landwirtschaft gelandet. In Witzenhausen (Uni Kassel) studierte ich Agrarwirtschaft mit Schwerpunkt Tierzucht, meine Diplomarbeit befasste sich mit der Thüringer Wald Ziege. Die praktische Ergänzung der Uni-Theorie fand ich mehrere Jahre lang parallel in einem kleinen eigenen Selbstversorger-Hof mit meinen Ziegen, einer Jersey-Kuh, diversem Geflügel, Kaninchen, Hunden, Pferden, einem großen Gemüsegarten und mit eigener Milchverarbeitung sowie auf einem Milchvieh- und Rinderzuchtbetrieb in Eschwege und einer Ziegen-Alp in der Schweiz.
Nach dem Studium arbeitete ich zunächst einige Jahre für die Stiftung SAVE, danach in verschiedenen Projekten im Bereich Regionalvermarktung, Regionalentwicklung und Kulturlandschaftspflege im Bergischen Land und im Biosphärenreservat Rhön. Dann wurden die gefährdeten Rassen wieder beruflicher Schwerpunkt, in dem Modellvorhaben (BLE) „Förderung und nachhaltige Nutzung der Population der Thüringer Wald Ziege“ des Landesverbandes Thüringer Ziegenzüchter e.V., danach als Projektkoordinatorin in zwei aufeinanderfolgenden Modellvorhaben der GEH, "Infrastrukturaufbau für die bundesweite Zucht bestandsgefährdeter Nutztierrassen" und „Gesundheit und Seuchenschutz für gefährdete Nutztierrassen“.
Es freut mich, weiterhin für die GEH im Vorstand für die alten Rassen aktiv zu sein und die wichtige Arbeit unserer Tierhalter und weiteren aktiven Mitstreiter zu unterstützen.
 
 

Kassenwart: 

Thomas Schumacher
Kleinfischbach 9
51674 Wiehl
Email: schumacher.dewenter(at)web.de

  Ich darf mich hier als neuer "alter" oder auch "alter neuer" Kassenwart vorstellen. Mein Name ist Thomas Schumacher, ich bin 1969 geboren und seit 1986 Mitglied der GEH. Ich habe bereits 10 Jahre Erfahrung als Kassenwart unseres Vereins sammeln können und einige Hochs und Tiefs dabei hautnah erlebt. Das Besondere an der GEH sind für mich nach wie vor nette und spannende Begegnungen mit vielen ZüchterkollegInnen, aus denen sich im Laufe der Jahre nicht wenige Freundschaften entwickelt haben. Das gilt auch vor allem für die vielen aktiven Mitstreiter im Bergischen Land, bei denen ich mich an dieser Stelle mal für ihre Unterstützung bedanken möchte! In meinem beruflichen Leben bin ich kaufmännischer Mitarbeiter im Rechnungswesen einer Unternehmensberatung. Im "wahren" Leben bewirtschafte ich mit meiner Frau Julia Dewenter und unseren Kindern Carlotta, Johanna und Lorenz 24 Hektar Grünland im Nebenerwerb. Seit 1991 züchten wir mit unserem Züchterfreund Diether Steves Bentheimer Landschafe im Herdbuch. Ich freue mich auf weitere spannende und interessante GEH-Jahre!
 
   

Schriftführerin:

Astrid Masson
Taunusstr. 17
12161 Berlin
Email: masson(at)unisoftware.de

 
Über meinen Beruf bin ich seit gut 20 Jahren mit der GEH und ihren Zielen verbunden. Seitdem leite ich die Landwirtschaft des 10ha Biolandbetriebes der Domäne Dahlem in Berlin, die ein Jahr später Archehof wurde. Ich komme nicht aus der Landwirtschaft, sondern bin am Stadtrand von Dortmund aufgewachsen. Wie fast alle Mädchen wollte ich als Kind unbedingt ein Pferd und einen Hund haben, die ich nicht bekam. Da ich ohne Tiere offenbar nicht leben konnte, fing und zähmte ich mir selbst welche: Weinbergschnecken, Kaulquappen, Brandmäuse, einen Igel der auf seinen Namen hörte, Smaragdeidechsen und Generationen anderer Leute Katzen ersetzten Pferd und Hund. Beruflich wollte ich als Kind erst in den Zirkus, dann Pferdeknecht oder Bauer und später Tierarzt werden. Praktika auf einem Biohof und bei einem Großtierarzt nach dem Abi überzeugten mich aber, dass Landwirtin der richtige Beruf für mich ist. Als ich vor 30 Jahren am Ende der Lehre meine Tochter erwartete, wusste ich, dass ich als Frau meinen Beruf nun auch studieren musste, wollte ich nicht in der Küche enden. Seit dem lebe ich auch mit meinem Mann unverheiratet zusammen. Seit 11 Jahren verbringe ich 10 Tage im Jahr mit der GEH auf der Grünen Woche und seit etwa 3 Jahren bin ich im Archeprojekt tätig. Mein Hobby ist das Arbeiten mit Zugrindern. Wenn mir Zeit bleibt, bevorzuge ich als Fortbewegungsmittel Kuhkutsche, Fahrrad, Pferd oder Kanu.
Für das bei der Wahl entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich und ich freue mich auf eine weitere interessante und herausfordernde Arbeit als ehrenamtliche Schriftführerin des GEH Vorstandes!